Autostereoskopisches Display

Ein Autostereoskopisches Display gilt als die derzeitige Grundlage jeglicher mobile dreidimensionalen Unterhaltungstechnik. Denn solch ein Display erlaubt auch ohne Benutzung einer 3D-Brille die Betrachtung und den Genuss von 3D Effekten. Dabei gilt es jedoch stets zwischen Single-User- und den Multi-User-Displays zu unterscheiden. Denn während das "einfachere" Modell, also die Solo-Version, lediglich ein spezielles Bildraster für eine bestimmte Augenposition erstellt, erlauben Multi-User-Displays gleich mehreren verschiedenen Augenpaaren, also mehreren Nutzern, die Wahrnehmung von dreidimensionalen Effekten, indem gleich mehrere Bildraster dargestellt werden.

Um die Funktionsweise kurz und einigermaßen verständlich zu erklären, sollte jedoch zunächst das Grundprinzip der 3D Technik erläutert werden. So wird ein Objekt, um plastisch zu wirken, auf einer zweidimensionalen Fläche, also auf einem Bildschirm, stets aus zwei unterschiedlichen Positionen gezeigt. Der Betrachter erhält also, ähnlich wie beim realen Sehen, zwei unterschiedliche Bilder auf das rechte und linke Auge, die zusammengeführt ein Tiefenerlebnis nach sich ziehen.

Bisher konnte die Zusammenführung, beziehungsweise die Trennung der beiden Bildquellen lediglich mit einer 3D Brille erfolgen. Wer im 3D Kino einmal ohne Brille zugeschaut hat, wird sich vielleicht an das Gefühl erinnern, alles doppelt zu sehen.

Ein Autostereoskopisches Display verbindet gleich beide Eigenschaften in einem: Es stellt auf der einen Seite zwei getrennte Bildquellen dar, und sorgt auf der anderen Seite für eine automatische Verbindung beider Quellen. Denn die einzelnen Pixel werden stets doppelt abgelichtet und durch rasterartige Anordnungen auf dem Bildschirm entweder für das linke oder für das echte Auge erzeugt. Die zwei separaten Bilder, die beide auf ein und derselben Fläche projiziert wurden, ergeben nach der Verknüpfung (Aufgabe des Gehirns) letztendlich einen räumlichen Effekt.

Die Autostereoskopische Displaytechnologie stammt übrigens aus Deutschland. Entwickelt wurde diese nämlich an den Universitäten Jena, Dresden und Berlin.